Warum gibt es jetzt ein Beteiligungsverfahren zum Steintor?

Das Steintor, als wichtiger zentraler Platz am Rande der Fußgängerzone gelegen, zeichnet sich heute durch starke gestalterische und funktionale Mängel aus. Die Fläche wirkt wenig freundlich und lädt kaum zum längeren Verweilen ein. Die Nutzungen auf der Platzfläche konzentriert sich im Wesentlichen auf verschiedene öffentliche Veranstaltungen, für die die Flächen dann entsprechend hergerichtet werden; z.B. Beachvolleyballtunier, Marktschreierwettbewerb, Holländischer Stoffmarkt, Musikveranstaltungen und ähnliches. Mit dem Neu- und Umbau der angrenzenden Verkehrsflächen im Zusammenhang mit dem barrierefreien Ausbau der oberirdischen Stadtbahnlinie verändert sich der unmittelbare Nahbereich deutlich und die Fläche rückt neu in den Focus.
Ein zwischenzeitlich begonnenes Bebauungsplanverfahren mit dem Ziel, die Freiflächen mit zwei solitären Baukörpern unter Erhalt der sogenannten Lavesachse zu bebauen, wurde zwischenzeitlich von der Politik wieder verworfen. Aufgrund der in diesem Zusammenhang geführten zahlreichen Diskussionen hat der Rat der Landeshauptstadt Hannover beschlossen, für die weitere Entwicklung des Steintors einschließlich der Flächen bis zum Schillerdenkmal (in der Georgstraße) einen breit angelegten, ergebnisoffenen Bürgerbeteiligungsprozess durchzuführen. Das Konzept für dieses Beteiligungsverfahren wurde durch das Büro Urban Catalyst aus Berlin erarbeitet und am 26.04.2018 vom Rat der Landeshauptstadt Hannover mehrheitlich beschlossen.