Steintor-DNA entschlüsselt - wie geht es jetzt weiter?

Von Juni bis Dezember 2018 hatten interessierte Bürger*innen die Gelegenheit, sich über vielfältige Beteiligungsformate einzubringen und die Steintor-DNA mit zu erarbeiten. Die verschiedenen Stationen und Ergebnisse der Beteiligung können im ersten Teil der Steintor-Zeitung eingesehen werden. Der Ablauf des bisherigen Beteiligungsprozesses sowie die Ergebnisse aus der Bürger*innenbeteiligung können derzeit zudem in einer Ausstellung im Foyer der Bauverwaltung eingesehen werden (Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, 30159 Hannover).  

Den Abschluss des Beteiligungsprozesses bildeten zwei öffentliche Foren im Alten Rathaus (Nov. 2018 / Feb. 2019), wobei in dem Forum im Februar allen interessierten Bürger*innen die "Steintor-DNA", das zentrale Ergebnis des Beteiligungsprozesses, vorgestellt wurde.

Die „Steintor-DNA“ besteht aus zwei Teilen. Die Steintor-Werte beschreiben übergeordnete Qualitäten, für die das Steintor im Kontext der anderen Plätze und Freiräume in der hannoverschen Innenstadt in Zukunft aus Bürger*innensicht stehen soll. Die Steintor-Leitlinien umfassen gestalterische Empfehlungen aus der Bürgerbeteiligung zu vier Themenfeldern – Raumstruktur, Grün, Nutzung und Mobilität. Für den anstehenden planerischen Wettbewerb bilden beide Teile der „Steintor-DNA“ eine verbindliche Grundlage. Unterstützt wurde die LHH durch das Büro Urban Catalyst aus Berlin, welches in Zusammenarbeit mit der Agentur Zebralog (Online-Dialog) die verschiedenen Beteiligungsangebote vorbereitete, moderierte und auswertete. Diese „Steintor-DNA“ können Sie auch der zweiten Ausgabe der Steintor-Zeitung (II/II) ab Seite 19 entnehmen.

Aktuell wird diese „Steintor-DNA“ noch um die Anregungen der Bürger*innen aus dem zweiten öffentlichen Forum vom 04.02.2019 ergänzt. Die Ergebnisse werden dann in Form einer Beschlussdrucksache dem Rat der Landeshauptstadt Hannover zur Beschlussfassung vorgelegt.

Ab Sommer 2019 sollen voraussichtlich mindestens sechs Planungsbüros auf Grundlage dieser „Steintor-DNA“ in einem Wettbewerbsverfahren Gestaltungsvorschläge für das Steintor entwickeln. Ab März 2019 werden über ein europaweites Bewerbungsverfahren, auf Grundlage der aktuellen RPW (Richtlinien für Planungswettbewerbe) und in Abstimmung mit der Architektenkammer Niedersachen, entsprechend qualifizierte Büros gesucht. Auch für das Wettbewerbsverfahren sind weitere Beteiligungsmöglichkeiten vorgesehen. Über die Termine und das weitere Vorgehen werden wir Sie natürlich hier auf dem Laufenden halten.